Schulprofil

Die Wirtschaftsschule – eine gute Grundlage für die Berufsausbildung

Die bayerische Wirtschaftsschule ist die einzige berufliche Schule, die bereits ab der Jahrgangsstufe 7 besucht werden kann. Es gibt sie sowohl in der vierstufigen Form (Jahrgangsstufen 7 bis 10) als auch in der dreistufigen (Jahrgangsstufen 8 bis 10) und zweistufigen Form (Jahrgangsstufen 10 und 11).

Die Wirtschaftsschule vermittelt als Berufsfachschule neben einer allgemeinen Bildung eine vertiefte kaufmännische Grundbildung. Sie ist daher die ideale Schulform für alle Schülerinnen und Schüler, die ihren späteren beruflichen Schwerpunkt im kaufmännisch-verwaltenden Bereich sehen. Da neben der kaufmännischen Grundbildung auch mathematisch-naturwissenschaftliche Inhalte vermittelt werden, legt die Wirtschaftsschule gleichermaßen eine gute Grundlage für die Aufnahme einer Ausbildung im gewerblich-technischen Bereich sowie für den Übertritt an die Fachoberschule.

Am Ende der Jahrgangsstufe 10 (vier- bzw. dreistufige Wirtschaftsschule) bzw. Jahrgangsstufe 11 (zweistufige Wirtschaftsschule) findet die zentral gestellte Abschlussprüfung statt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten nach erfolgreicher Prüfung den Wirtschaftsschulabschluss, der ein mittlerer Schulabschluss ist. Er ermöglicht allen Absolventinnen und Absolventen vielfältige Ausbildungschancen und berechtigt unter bestimmten Voraussetzungen zur Verkürzung der Ausbildungsdauer um bis zu ein Jahr.

Praxisorientiertes Lernen

Praxisorientiertes Lernen wird an der Wirtschaftsschule groß geschrieben. Nicht die Aneignung von schnell erlern- und reproduzierbarem Detail- und Abfragewissen steht im Mittelpunkt des Unterrichts, sondern die dauerhafte Verfügbarkeit von Wissen, das fächerübergreifend und anwendungsbezogen ist. Erst durch ein sinnvolles, begründbares und reflektiertes Vorgehen in Handlungs- und Lernsituationen sowie durch die intensive Beschäftigung mit deren fachlichen Inhalten bilden die Schülerinnen und Schüler die im Berufsleben nachgefragten Selbst-, Sozial und Methodenkompetenzen aus.

Neben allen anderen Unterrichtsfächern wird dieser Ansatz in folgenden Pflichtfächern besonders deutlich:

Übungsunternehmen

In diesem Fach bilden Theorie und Praxis eine Einheit. Alles, was die Schülerinnen und Schüler in den allgemeinbildenden und kaufmännischen Fächern gelernt haben, können sie in diesem Fach praktisch umsetzen, denn hier wird praxisnah, handlungsorientiert und fächerübergreifend gearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler tragen für den eigenen Lernprozess Mitverantwortung. Sie lernen, geeignete Lernstrategien zu entwickeln, einzuüben und anzuwenden. Auf die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wird dabei ebenso viel wert gelegt wie auf systematische Wissensvermittlung.

Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle

Im Vordergrund dieses Faches steht, den Schülerinnen und Schülern grundlegende betriebswirtschaftliche Zusammenhänge näherzubringen und sie praxisnah auszubilden. Dabei steigen mit jeder Jahrgangsstufe die Komplexität der Lernsituationen, das Anspruchsniveau und die zu erwerbenden Kompetenzen.

Informationsverarbeitung

Die Vernetzung informationstechnischer Inhalte mit dem betriebswirtschaftlichen Unterricht findet im Fach Informationsverarbeitung statt, damit wirtschaftliche Sachverhalten möglichst realitätsnah bearbeitet werden können.

Die Übertrittsvoraussetzungen finden Sie hier.