Behind the curtain

Veranstaltungen

Die Schüler der Klassen 9 a und 9 b saßen am 15.02.2017 mit Frau Derbort und Herrn Holze im Bus auf dem Weg nach Würzburg, denn sie hatten die Möglichkeit das Mainfranken Theater, das 1966 wiedereröffnet worden war, zu besichtigen. Angekommen am Theater betraten wir das Foyer, wo wir von Frau Cornelia Böse („Böse Souffleuse“) empfangen wurden. Als erstes besichtigten wir die Probebühne. Frau Böse erzählte uns witzige und unglaubwürdige Geschichten, z. B. dass die Schauspieler die Stadt nicht verlassen dürfen, nachdem wegen eines Schauspielers die Vorstellung schon einmal abgesagt worden war und dies einen Schaden von 36.000 € ausmachte. Die Arbeitszeit aller Schauspieler und Regisseure erstreckt sich von 10 bis 14 Uhr und von 18 bis 22 Uhr, je nach Spieldauer auch länger. In der Zwischenzeit sind die Proben angesetzt. Samstag und Sonntag muss ebenfalls gearbeitet werden. Es gibt zudem nur einmal 6 Wochen Urlaub. Nachdem wir die Probebühne besichtigt hatten, sind wir in die „Maske“ gegangen. Dort haben wir Perücken, die aus echtem Haar geknüpft worden sind, angeschaut; die Haare dafür kommen aus Indien und kosten rund 12.000 €. Echtes Haar aus Europa ist viel teurer. Anschließend mussten wir viele Treppen hochsteigen und standen schließlich über der großen Bühne, auf dem Schnürboden, von wo der Chor, der nicht im Stück gesehen werden soll, singt. Die Sänger sehen den Dirigenten nur auf dem Monitor. Nun begaben wir uns runter auf die große Bühne und in den Zuschauerraum, in dem 700 Menschen Platz finden. Frau Böse zeigte uns die Kulissen hinter der Bühne. Dazu erklärte sie uns, was bei einem Brand auf der Bühne passieren würde; z. B. prallt eine tonnenschwere Stahlwand („Eiserner Vorhang“) auf die Bühne und verhindert, dass das Feuer sich ausbreitet. Unser nächstes Ziel war der Malersaal, in der wir eine Auszubildende beim Kopieren eines Bildes auf eine Großleinwand sahen. Nach dieser Etappe gingen wir in das zweite Haus zu den Requisiteuren: Dort wurden gerade Kakteen und Flügel aus Styropor für das nächste Stück hergestellt. Zum Schluss besuchten wir die Damenschneiderei, in der alle Kostüme, Kleider usw. entworfen und hergestellt werden. Wenn ein Stück nicht mehr aufgeführt wird, kommen die außergewöhnlichen und aufwändigen Kleidungsstücke in den Fundus, der Rest wird entsorgt. Insgesamt gesehen war der Aufenthalt im Würzburger Theater sehr interessant.

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