Ein Besuch auf dem Biohof Hartmann in Weisbach
Wie wächst eigentlich Bio-Gemüse? Was bedeutet Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft? Und warum ist „regional und saisonal“ mehr als nur ein Trend?
Antworten auf diese und viele weitere Fragen suchten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen bei einem Unterrichtsausflug zum Biohof Hartmann in Weisbach – passend zum Thema „Saisonal, Regional, Bio“ im Fach Ökonomische Bildung.
Auf dem ökologisch bewirtschafteten Familienbetrieb erwartete die Klassen ein abwechslungsreiches Lernprogramm: Vom nachhaltigen Gemüseanbau über artgerechte Tierhaltung bis hin zu den Prinzipien der ökologischen Kreislaufwirtschaft. Erlebnisbäuerin Claudia Hartmann vermittelte die Inhalte anschaulich und praxisnah – mit viel Begeisterung und direkten Einblicken in den Alltag auf einem modernen Biohof.
Los ging es mit einer Stallbegehung, bei der die Kinder die Rinder aus nächster Nähe erleben konnten. Die Tiere leben artgerecht, grasen im Sommer auf den Wiesen der Rhön und bekommen im Winter Heu vom eigenen Hof. Anschließend führte der Weg in den Gemüsegarten, wo die Klassen erfuhren, wie über 30 verschiedene Sorten angebaut werden – ganz ohne künstliche Dünger oder Pestizide. Besonders beeindruckend: Das Regenwasser vom Stalldach wird in einem großen Teich gesammelt und später zur Bewässerung der Gemüsebeete genutzt – ein anschauliches Beispiel für funktionierende Kreislaufwirtschaft.
Neben dem informativen Teil kam auch der Entdeckergeist nicht zu kurz: Bei einer kleinen Rätseltour konnten die Schülerinnen und Schüler ihr neu erworbenes Wissen spielerisch anwenden. Zum Abschluss wurde der hofeigene Laden besucht – ein echtes Highlight, denn hier zeigte sich, wie regionale Bio-Produkte direkt vermarktet werden können.
Der Besuch auf dem Biohof Hartmann war für alle Beteiligten ein spannender Perspektivwechsel – direkt vom Klassenzimmer aufs Feld.
Nora Schmidt

