Wie glücklich ich bin, etwas zu haben, das den Abschied so schwer macht.
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Zwischen Lichtern, Lebkuchen und gemeinsamen Momenten wurde dieser Satz für uns plötzlich ganz greifbar. Denn kurz vor dem dritten Advent verbrachten die Abschlussklassen 10a und 10b einen gemeinsamen Klassentag in Nürnberg – genauer gesagt auf dem Christkindlesmarkt, einem der traditionsreichsten Weihnachtsmärkte Deutschlands.
Zwischen funkelnden Lichterketten, dem Duft von gebrannten Mandeln und dem Stimmengewirr der festlich geschmückten Altstadt wurde schnell klar: Es ging an diesem Tag um mehr als nur einen Ausflug. Es ging um Zeit. Zeit miteinander. Um gemeinsames Schlendern, Lachen, Reden – und vielleicht auch schon um erste Gedanken darüber, was nach der Schulzeit kommt.
Vieles fühlte sich an diesem Tag besonders an. Für manche vielleicht sogar ein wenig wie ein letztes Mal: ein letzter bewusster Klassentag, ein Innehalten im sonst so schnell vorbeiziehenden Schulalltag. Der Nürnberger Christkindlesmarkt bot dafür den perfekten Rahmen. Trotz der vielen Besucher entstand eine besondere Atmosphäre – stimmungsvoll, festlich, vorweihnachtlich.
Als am späten Abend der Zug wieder in Bad Neustadt einfuhr, ging ein langer, erlebnisreicher und schöner Tag zu Ende. Ein Tag, der nicht nur auf Fotos festgehalten wurde, sondern vor allem in Erinnerung bleibt – als ein kleines, gemeinsames Kapitel am Ende der Schulzeit.
Und vielleicht trifft A. A. Milnes Satz genau deshalb so gut auf diesen Klassentag zu: Weil wir erst beim Abschied merken, wie wertvoll das war, was wir an diesem Tag gemeinsam erleben durften.
Marion Teske-Rosentritt, Nora Schmidt